Sonntag, 21. September 2014

Hochzeitsrückblick

Nun bin ich schon über 2 Wochen verheiratet und es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen. Irgendwie hat sich nichts verändert, bis auf den zusätzlichen Ring am Finger und meine Krankenkassenkarte. Ich habe Bauklötze gestaunt, als ich 6 Tage nach der Trauung im Briefkasten eine neue Krankenkassenkarte mit neuem Namen und dem dämlichen alten Automatenfoto gefunden habe (der Automat in der Filiale hat mir damals ganz vorteilhaft von unten in die Nase reingeknipst und mir wunderschöne Augenringe und Hängebacken gezaubert). "Wieso gestaunt?" werdet ihr euch fragen... Naaaaaaja, ich, als anerkannter amtsfauler Schlunzi, habe bis jetzt noch NIRGENDWO meine Namensänderung bekanntgegeben und war dementsprechend überrumpelt von der neuen Karte. Ich versuche (guter Vorsatz ist immer gut) kommende Woche ein hübsches Foto von mir zu besorgen und dann wenigstens meinen Ausweis neu zu beantragen. Ist sonst noch was wichtig? ;-)

Ok, dann komme ich jetzt mal zu ein paar Impressionen unserer Hochzeit und unserem Flitterwochenende mit Kindern:

Gleich ist es soweit (hinter dem weißen Balkon war das Trauzimmer)

Oben angekommen war ich außer Atem und hätte eigentlich noch 5 Minuten Pause verkraften können (der Bräutigam auch, weil er die kleine Hexe hochtragen musste) :-D

Die Trauung war etwas anders als erwartet, ich war nämlich ÜBERHAUPT nicht aufgeregt. Haben uns die Rede der Standesbeamtin angehört, "Ja" gesagt, Ringe getauscht (ohne Probleme wie stecken bleiben oder fallen lassen), 


im Hintergrund haben die Kinder auf der Bank geturnt und wurden von der Oma gebändigt. Dann haben wir unterschrieben und unser Stammbuch bekommen


und zack, waren wir verheiratet und konnten auf die Aussichtsplattform ein paar Erinnerungsfotos knipsen und Wangerooge von ganz oben angucken.

Ein paar Sekunden nach der Aufnahme hat mein Hut sich mit Hilfe des Windes verabschiedet und ist glücklicherweise nur auf den Boden, statt gaaaaaanz nach unten gefallen. :-)

Nach der Trauung waren wir im Restaurant an der Strandpromenade und haben uns die Bäuche mit erstklassigem Essen vollgeschlagen. Fotos davon gibt es leider keine, weil alle sich sofort auf ihre Leckereien gestürzt haben und man Leute beim Essen nicht fotografiert. :-P

Anschließend haben wir einen kleinen Verdauungsspaziergang gemacht und etwas andere Hochzeitsotos geknipst:

Der Sprung ins neue Leben ;-)

Wenn man schonmal am Meer ist, müssen die Füße auch rein...

Die Mädchen hatten total Spaß und die kleine Hexe hat die ganze Zeit gesagt: "Ich matschi-matschi gehen, ich matschi-matschi gehen, ..." :-)

In den Dünen, bevor es zurück zur Fähre ging.

Leider war unsere Rückfahrt mit der Inselbahn und Fähre nicht gerade gut getimed, weil ganz viele Schulklassen ebenfalls zurück ans Festland wollten. Unsere kleine Hochzeitsgesellschaft musste sich im vollgestopften Zug aufteilen und im Bauch der Fähre war es dann super heiß, so dass wir die Sauna ungefragt mitgebucht haben...

Abends haben wir in der Ferienwohnung den Abend ausklingen lassen.

Am nächsten Tag sind wir zum Bensersiel gefahren, wo die Mädchen das erste mal Bekanntschaft mit Watt gemacht haben:

 Die beiden waren alles andere als angetan von ihren "Socken" und sind sofort in die nächste Pfütze gelaufen, um sich vom schwarzen Schlamm zu befreien :-)

Am letzten Tag ist unsere Familie vormittags nach Hause aufgebrochen und wir sind mit den Kindern zum Neuharlingersiel gefahren. Es war leider nicht mehr so schön warm wie samstags, weil der Wind ganz ordentlich gepustet hat. Trotzdem haben wir uns ein paar schöne Stunden am Strand gemacht und mit Jacke und Gummistiefeln oder nackten Füßen im Sand macht es auch Spaß. 

"Schiff ahoi"

Der Wasserspielplatz hat die Mädchen nochmal schön auspowern lassen, bevor wir unser Flitterwochenende beendet haben und die 3,5 Stunden Fahrt in Angriff nehmen konnten.


Die Hochzeit und das ganze Wochenende hat uns allen ganz gut gefallen und wir kommen bestimmt wieder - vielleicht zum Hochzeitstag? ;-)

Ciao Ciao Miau ...

Sonntag, 14. September 2014

Hochzeitsvorbereitungen im Schnelldurchlauf

Ojemine ojemine, jetzt wollte ich euch noch vor der Hochzeit von all dem kurzfristigen Gewusel erzählen und dann habe ich doch ohne Vorberichterstattung geheiratet. Ich habe zwar angefangen zu schreiben, aber dabei ist es dann auch schon geblieben, als zum Schluss holterdipolter alles auf einmal kam. Hier kommt jetzt etwas verspätet mein Turbo-Vorbereitungs-Bericht. Das muss einem ja erstmal einer nachmachen eine kleine Hochzeit in 3 Wochen vorzubereiten, mit Papierkram, Kleid, Ringen, Kinderkleidern, Anzug, Accessoires, Brautstrauß, Unterkunft, ...

Eheringe

Rückwirkend betrachtet war der Papierkram das Furchtbarste an allem. Blauäugig wie ich bin, habe ich gedacht, es würde ausreichen mit dem Stammbuch der Eltern zum Standesamt zu laufen und alles ist perfekt. Nach einem Anruf beim örtlichen Standesamt, war ich diesbezüglich etwas ernüchtert und ziemlich hart auf dem Boden der Tatsachen aufgerummst. Leider benötigt man einen Auszug aus dem Geburtenregister des Standesamtes, wo man geboren ist. Haha, "Witz komm raus, du bist umzingelt!!!", ich heirate in 3 Wochen und soll mir aus Polen, aus einer popeligen Kleinstadt, ein Dokument besorgen, es von irgendjemandem professionell übersetzen lassen und mich darauf verlassen, dass es rechtzeitig mit der Post da ist? Allein der Gedanke, dass sowas gut geht, ist ja schon mehr als wahnsinnig. Unsere geplante Leuchtturmhochzeit war nach dem Telefonat eher ein geplanter Schiffbruch. Ziemlich verzweifelt bin ich dann nochmal persönlich beim Standesamt vorstellig geworden und ein sehr netter Standesbeamter hat dann ganz tief in der Trickkiste gegraben und die Geburtsurkunde, mit der ich nach Deutschland eingereist bin, übernommen und das war dann scheinbar ausreichend. Den Stein, der mir da vom Herzen gefallen ist, konnte man bestimmt bis zur popeligen polnischen Kleinstadt plumpsen hören :-)

Da man im Normalfall an einem Tag nicht 350 Kilometer hin und dann wieder zurückfährt, mussten wir uns eine Unterkunft für unsere Familie an der Nordsee suchen. Glücklicherweise kannte meine Freundin eine Ferienwohnung in Buttforde, an der Nordsee, wo man für 40 Euro pro Tag mit 4 bis 6 Personen schlafen kann. Sie war sogar noch frei an unserem Hochzeitswochenende, so dass wir das Thema Schlafen auch ganz schnell und günstig erledigen konnten.

Einige Besorgungen waren ziemlich unkompliziert:
  • Der Anzug war nach "nur" 3 Tagen intensiver Suche und gefühlten 1.000 anprobierten Anzügen, von der to-do-Liste gestrichen. 
  • Die Mädchenkleider und Strumpfhosen haben wir bei Primark in Düsseldorf gekauft.
  • Die Ringe haben wir "so nebenbei" geholt, weil wir für die kirchliche Hochzeit in 2015 oder 2016 nochmal neue holen werden. Es sind ganz schlichte Silberringe und erfüllen ihren Zweck.
  • Das Ringkissen habe ich mir bei Ebay bestellt und mich gewundert, dass es so winzig ist, als ich gemerkt habe, dass ich 10x10 cm bei der Bestellung ausgewählt habe :-P 
  • Meine Ballerinas habe ich reduziert bei real gekauft weil ich flache Schuhe wegen der Kleidlänge brauchte und sie so gemütlich aussahen - leider ist es beim gemütlichen Aussehen geblieben, da sie mir höllische Schmerzen und Blasen an so ziemlich jeder Stelle am Fuß bereitet haben...
  • Zum Friseur bin ich am Abreisetag noch gegangen.
  • Die Frau des Trauzeugen von der Nordsee ist Floristin und hat mir einen kleinen Brautstrauß gefertigt und ihrem Mann zur Hochzeit mitgegeben.

 Kleider von Primark zu je 12 €

Andere Sachen haben für etwas mehr Spannung gesorgt:

Bezüglich des Kleides habe mich zuerst für ein gebrauchtes Abendkleid entschieden und es auch gekauft, weil es so schön war. Leider leider leider musste ich mir jedoch ganz schnell eingestehen, dass ich es erst nach der Schwangerschaft die festlichen Anlässe dieser Welt mit diesem Traumkleid besuchen würde. Ohne rohe Gewalt zweier Personen ging der Reißverschluss garnicht zu und ans Atmen war garnicht zu denken, geschweige denn Sitzen, was die Nähte definitiv gesprengt hätte. Eine eingequetschte, atemlose und stellenweise aufgeplatzt-entblößte Braut möchte keiner sehen und am wenigsten ich selbst auf den Hochzeitsfotos. Deshalb musste ich das Internet zwei Wochen vor der Trauung nochmal mit der Kleidersuche belasten, nachdem sämtliche Besuche in Bekleidungsgeschäften und Einkaufszentren im Umkreis von 40 Kilometern erfolglos geblieben sind. Ich habe mich für ein, in Deutschland auf Lager liegendes, China-Kleid von Amazon entschieden. Nach der Anprobe habe ich es zu DEM Kleid auserkoren, da es mich nicht einengt, nicht super fett aussehen lässt und von der Länge her perfekt ist. Weil es so kompakt verpackt war, musste es vor Benutzung eine kleine Liaison mit meinem Bügeleisen eingehen. An einer zum Glück nicht auffälligen Stelle ist das Kleid dann unter den flammenden Streicheleinheiten seines heißen Geliebten dahingeschmolzen und hat einen bleibenden Eindruck (ääääh Abdruck) hinterlassen.... Naja, kann ja nicht alles gut gehen ;-)

Da ich nicht gerade schlanke Arme habe, wollte ich einen weißen Bolero über dem Kleid tragen. Den habe ich leider aufgrund mangelnder Sehkraft und Konzentration am Abend zwei Wochen vor der Trauung in Asien bestellt und traritrara, wer hätte es gedacht: Er ist natürlich nicht rechtzeitig gekommen! Also musste ich mir auf die Schnelle am Abreisetag eine Stola zusammenbasteln. Dafür habe ich einen weich fallenden, fein gestrickten Rundschal genommen und ihn eine Stunde vor der Fahrt auseinandergeschnitten und die Schnittkanten zugenäht. Es lebe das Upcycling, das einen 1-Euro-Schal zu einer feinen Stola gemacht hat :-)

Brautstrauß

Ich wollte immer im Hut heiraten und habe bei Recherchen im Internet Mini-Hütchen entdeckt, die man mit Haarreifen oder Spangen im Haar befestigen kann. Weil ich meine Haare offen tragen wollte, habe ich mich für die Haarreifen-Variante entschieden. Bestellt habe ich es erst am Wochenende vor der Hochzeit (warum auch früher...) und es kam auch 2 Tage später am Dienstag an. Ich habe mich riesig über die schnelle Lieferung gefreut - bis ich gesehen habe, dass es nicht das bestellte Weiße mit Haarreifen sondern ein Cremefarbenes mit Spange war. Panisch habe ich der Ebay-Verkäuferin geschrieben, dass sie es ja bitte noch am selben Tag losschicken soll, damit es bis Donnerstag ankommt. Ich habe mich schon ohne Hut und ohne Bolero heiraten sehen, als um 13 Uhr am Donnerstag endlich der heißersehnte Hut kam. Ich war sooooooooo froh :-)

Das waren soweit meine kleinen und großen Erledigungen vor der Hochzeit. Wie es gelaufen ist und ein paar schöne Bilder unseres besonderen Tages werdet ihr in meinem nächsten Beitrag sehen.

Ciao Ciao Miau ...

Freitag, 29. August 2014

Verlobung und Hochzeit in 31 Tagen...

Jetzt kommen wir zum nächsten Punkt der Liste "Hätte ich nicht geglaubt, dass es so abläuft"

Jetzt folgt ein eeeeeeeeeeellenlanger Text mit allem von A bis M (N bis Z kommen im nächten Posting) :-) 

Der Noch-Nicht-Mann und ich sind seit November 2003 ein Paar und haben in fast 11 Jahren jede Menge Höhen und Tiefen durchlebt und 2 (bald 3) Kinder in die Welt gesetzt. Da war es nur "logisch" dass wir irgendwann mal heiraten. Vor allem unsere Familien haben immer ganz böse mit dem Zaunpfahl gewunken, aber wir wollten den richtigen Zeitpunkt für uns und nicht für unser Umfeld finden, "nur weil sich das so gehört". Da der Noch-Nicht-Mann dieses Jahr sein Studium abgeschlossen hat, waren wir uns ganz unromantisch einig, dass wir dem Staat kein Geld schenken wollen und spätestens im Dezember zu einer traditionellen Familie mit verheirateten Eltern werden würden. Meine Bedingung war jedoch ein RICHTIGER Antrag!!!

Er hat sich Anfang des Jahres zwar ganz und gar auffällig nach meiner Ringgröße erkundigt, aber die Monate vergingen und es passierte nichts. Nach dem Sommerurlaub, am 05.08.14 habe ich mich bei einem Treffen im Park mit meinen Freundinnen darüber ausgeheult, dass ich wahrscheinlich ohne Antrag Last Minute an Sylvester heiraten muss, als ich von meinem Bruder plötzlich entführt und in einen Halbkreis aus brennenden Fackeln gebracht wurde. Traditionell mit Kniefall, geöffneter Ringdose und Brilliantring bin ich dann die Frage aller Fragen gefragt worden und habe natürlich "JAAAAA" gesagt. Ich war, bis ich die Fackeln gesehen habe, vollkommen ahnungslos und das war super, weil ich total auf Überraschungen stehe :-)


Noch am selben Abend haben wir über mögliche Hochzeiten gesprochen und waren uns einig, dass wir ganz bestimmt nicht 0-8-15 in eins der örtlichen Standesämter gehen. Das kann schließlich jeder! :-P

Als wir noch keine Kinder hatten, wollten wir unbedingt in Las Vegas heiraten, am besten ganz traditionell mit einem Elvis als Trauzeugen *g*. Leider ist das mit Kindern ziemlich witzlos, wenn man danach nicht ins Casino gehen kann, sondern die Kinder ins Bett bringen muss...

Auf der Suche nach familienfreundlichen besonderen Orten bin ich auf Gretna Green gestoßen, aber bei "unnötiger Geldausgabe" hört der Spaß für mich auf. Im traditionellen schottischen Örtchen, zu dem schon vor vielen Jahren junge englische Edelleute durchgebrannt sind, kostet allein der Beamte und der Trauraum knappe 600 € und dann hat man weder die Reise noch die Dinge, die man für eine Hochzeit braucht bezahlt.

Also habe ich mich für einen Ort in Deutschland entschieden. Da gibt es mittlerweile eine echt breite Pallette, so dass für jeden anti-0-8-15-Heiratstypen etwas dabei ist. Besonders spannend fand ich die Möglichkeit in Düsseldorf auf einem Floß zu heiraten (mit Kindern vielleicht nicht ganz so gut, weil ich ständig eins von der Brüstung wegzerren müsste), oder im Duisburger Zoo, wo man z.B. im Elefantenhaus heiraten kann, oder für ganz süße Paare im Schokoladenmuseum in Köln. Weil ich so ein Strand und Meer Typ bin, bin ich relativ schnell bei den Leuchtturmhochzeiten gelandet und habe mich auf Pilsum oder Wangerooge festgelegt. Pilsum mit seinem "Otto-Leuchtturm" war leider schon ausgebucht (wäre praktischer, weil es auf dem Festland ist) aber auf Wangerooge haben wir noch für den 05.09.14 einen Termin bekommen.


Unsere Verlobungszeit beträgt somit sage und schreibe EINEN MONAT!!!

Falls jemand bis hierhin durchgehalten hat, gibts ein Sternchen ins Fleißheft eingeklebt. Damit ihr keine viereckigen Augen bekommt und euch die Buchstaben nicht vor den Augen verschwimmen, mache ich jetzt einen Cut und erzähle euch ganz bald von den Vorbereitungen, die ich in den letzten Tagen im Turbogang getroffen habe ;-)

Ciao Ciao Miau ...


PS:
Kann man sich drüber freuen? Klaaaaar!!!! Darum ab damit zum Freutag ;-)

Freitag, 22. August 2014

Freutag Überraschuuuung ;-)

Es gibt heute unter anderem zwei Gründe zur Freude: 

Ich habe seit langem mal wieder meine Nähmaschine aus den Staubbergen ausgegraben (ich brauche unbedingt einen Staubschutz) und mich an die süßen Rechteckmützchen nach der Idee von Mopseltrine getraut. Sie sind mir ziemlich gut gelungen (finde ich) und an den beiden Frechmopsis sind die einfach zuckersüß. Die Kleine hat sich so dolle gefreut über ihre Pünktchen Mütze und ist so freudig rumgehoppst, dass alle Bilder total verwackelt sind. Deshalb nur als liegende Variante, wo man den Schnitt nicht wirklich erkennen kann (mit dem Handy geknipst, weil meine Kamera sich entschieden hat, eine Akkuladung zu benötigen). :-/


Und dann hab ich noch was genäht:


U-Heft Hülle???



Nein!!!


Mutterpasshülle



und zwar MEINE !!!! 



Das ist einer der Punkte, den ich mir selbst nicht geglaubt hätte zu Beginn des Jahres. Ist ja auch leicht wahnsinnig angehaucht: 3 Kinder innerhalb von 4 Jahren. :-D

Auf jeden Fall freuen wir uns sehr über unser neues wachsendes Küken. 15 Wochen sind überstanden und der Februar rückt in großen Schritten immer näher. Ich hoffe beim nächsten Termin zum Ultraschall in 1,5 Wochen zu erfahren, ob wir noch ein Frechmopsi-Mädchen bekommen, oder einen kleinen Rotzbengel, der seine großen Schwestern aufmischt. Wenn es nach der großen Prinzessin geht, muss es noch eine Schwester sein und jede Diskussion ist ausgeschlossen. Ich fürchte mich schon vor dem Tag, an dem ich ihr evtl. Gegenteiliges berichten muss. Nicht, dass wir den Bruder dann zurückgeben müssen? *g*

Ok, in den nächsten Tagen kommen bestimmt noch mehr interessante Details aus meiner Blog-Abstinenz, wäre ja langweilig alles auf einmal auszuplaudern. Das ist aber so ziemlich der Größte (ca. 15 cm lange) Punkt auf meiner "zu Berichten Liste". Obwoooooooohl ...

Schnell ab damit zum Freutag und die Mützen gehen noch zu Kiddikram und
Meitlisache.

Ciao Ciao Miau ...

Donnerstag, 21. August 2014

Urlaubs- und Erfahrungsbericht Airbnb in Hamburg

Ich habe vor ein paar Tagen versprochen ein wenig aus der letzten turbulenten Zeit zu berichten und ich fange erstmal mit was ganz harmlosem an, nämlich meinen Erfahrungen mit dem Portal airbnb.de und unserem Trip nach Hamburg.

Der Noch-Nicht-Mann und ich sind bekennende Low Budget Urlauber. Als er noch studiert hat und wir keine Kinder hatten, war Urlaub wichtig aber die Urlaubskasse winzig. Bis jetzt haben wir für ganz kleines Geld schon einige Eckchen in der Welt besichtigt. z.B.
ganz traditionell eine Pauschalreise mit Halbpension für 300 € p.P. in eine 3 Sterne Absteige in Arenal auf Mallorca,
Blind Booking über German Wings nach Zürich mit Übernachtung im Mehrbettzimmer im Hostel
und unser Highlight bis jetzt: 8 Tage New York Flug und Übernachtung im Hostel in Manhattan für 1150 € (für beide zusammen!!!).

Für uns ist es ein Unding, viel Geld für ein Hotelzimmer auszugeben. Man ist den ganzen Tag unterwegs und läuft sich die Füße voller Blasen und abends will man einfach nur todmüde alle Viere von sich strecken. Ob man das in einem Luxuszimmer voll mit Marmor und Hygieneartikel-Pröbchen tut, oder in einem Hostel Zimmer, wo vier andere Touristen neben einem vor sich hinschlummern, spielt doch keine Rolle, wenn einem die Augen zufallen, sobald der Kopf das Kissen berührt :-)

So lange man keine Kinder hat, kann man gut in Hostels übernachten. Ist man erstmal eine Familie, muss man erfinderisch sein, wenn man ganz ganz dolle vom Zelten abgeneigt ist *g*

Durch eine Freundin (vielleicht liest sie ja mit, bevor sie ihre USA Rundreise macht) habe ich von Airbnb erfahren. Das ist ein Portal, bei dem weltweit Leute ihre Sofas, Gästezimmer oder ganze Wohnungen und Häuser zur Vermietung anbieten. Man meldet sich dort an, u.a. mit Ausweisdaten zur Verifizierung, und schon geht es los. Wunschziel eingeben, evtl. ein paar Einschränkungen wie Unterkunftsart und Höchstpreis machen und dann sieht man alle Angebote im Umkreis. Zum Buchungspreis erhebt das Portal noch eine kleine Gebühr (bei uns waren es glaub ich 4 Euro). Zahlen kann man ganz bequem z.B. über Paypal.

Wir haben uns am Vatertagswochenende für Hamburg entschieden. Gebucht haben wir spottbillig ein Gästezimmer in einer Altbauwohnung in Harburg. Der Kontakt zur Gastgeberin war ganz unkompliziert und nett und als wir abends, nach einem Zwischenstopp (schreibt man das mit 2 P?) bei einer Freundin, angekommen sind, wurden wir sehr freundlich aufgenommen und durch die Räumlichkeiten geführt. Für den Aufenthalt haben wir Wohnungsschlüssel bekommen und ein paar tolle Insidertipps gab es natürlich auch.

Luxus ist anders, aber zum Schlafen war es vollkommen ausreichend.

Zur nächsten S-Bahn waren es nur knappe 5 Minuten und so konnte unser Auto am Freitag vor dem Haus pausieren, da wir mit einem Tagesticket der öffentlichen Verkehrsmittel super ausgestattet waren. Wir haben uns das Zentrum und die Speicherstadt angesehen,



sind mit der Fähre über die Elbe gefahren,


haben einen ganz tollen Spielplatz an der Reeperbahn entdeckt und die Kinderwagen-geplagten Kinder ordentlich toben lassen,


sind im TV-bekannten Pennymarkt an der Reeperbahn gewesen, um uns mit Snacks und Getränken zu versorgen (wir sind mit Kindern und ohne Alkohol im Einkaufswagen definitiv aus der Masse der dortigen Kundschaft herausgestochen), etc.

Was uns den Trip kreuz und quer durch Hamburg ein wenig madig gemacht hat, waren die fehlenden Aufzüge und Rolltreppen an der S-Bahn. Die wenigsten Stationen sind mit Rolltreppen in beide Richtungen ausgestattet. Mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern inkl. Buggy ist es ja noch machbar gewesen. Ständig musste der Noch-Nicht-Mann den Buggy die Treppen rauf und runter schleppen. An den Landungsbücken war er am meisten gefordert, da der Buggy samt Kind erst hoch und dann wieder gaaaaanz nach unten getragen wurde. (Ganz nebenbei: Warum zur Hölle fährt in Hamburg die U-Bahn meist oberirdisch und die S-Bahn unterirdisch???) Wenn ich ohne Mann in Hamburg gewesen wäre, hätte ich mich nur mit dem Bus durch die Stadt bewegen können. Die Große kann noch nicht allein so viele Treppen in großen Menschenansammlungen laufen und ich hätte spätestens bei der 3. S-Bahn Haltestelle einen Schwächeanfall erlitten, wenn ich ständig über 20 kg unhandlichen Buggy mit Inhalt schleppen müsste. Also zum Thema S-Bahn ist Hamburg definitiv verbesserungswürdig...

Den Samstag haben wir uns, und vor allem den Kindern, eine Sightseeing Pause gegönnt und sind an die Ostsee bei Timmendorfer Strand gefahren. Es war zwar nicht so kalt, aber ziemlich windig, so dass ich die Kinder nonstop umziehen musste (Jacke an, Jacke aus etc). Durch den Wind konnte man die Sonne nicht so auf der Haut merken und der Noch-Nicht-Mann hat das Cremen nicht für nötig befunden. Das Ende vom Lied war Sonnenbrand an so ziemlich jeder Stelle, die die Sonne auch nur angeblinzelt hat ;-P



Den Sonntag haben wir dann noch bis zum frühen Nachmittag in Hamburg verbracht und uns noch ein paar andere Eckchen wie z.B. den Michel und den Hafen angesehen. Leider habe ich zu spät gemerkt, dass der berühmte Fischmarkt stattfidnet und wir haben nur noch die Aufräumaktion mitbekommen. Was da für Massen an Müll entstehen und welche Mengen Obst und Gemüse die Leute da vom Gelände schleppen. Einfach unmöglich zu glauben, wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat. Beim nächsten mal werden wir früher hinfahren und dann kaufe ich mir auch was, nur um zu sagen, dass ich es getan habe *g*


Der Rückweg war leider nicht so schön, da wir ziemlich in den Stau geraten sind. Ich habe den Feiertags-Wochenendverkehr total unterschätzt und die Mädchen hatten trotz häufiger Pausen auf der Strecke ganz ganz ganz üble Laune und haben weder vom schlafen, noch vom Hörspiel hören besonders viel gehalten. Da haben wir beschlossen für die nächste längere Fahrt DVD-Player mit zwei Monitoren zu besorgen.

Alles in allem war es ein schöner und abwechslungsreicher Mini-Urlaub. Wir haben uns große Mühe gegeben eine Mischung aus schönen Dingen für uns Eltern und einem Ausgleich für die Kinder zu finden. Die Möglichkeit günstig über Airbnb zu übernachten ist auf jeden Fall das Richtige für uns, da wir nur ein Dach über dem Kopf, einen halbwegs gemütlichen Schlafplatz und ein Badezimmer brauchen. Im Normalfall erinnert man sich 10 Jahre später nicht daran, ob ein Hotelzimmer schön war, sondern ob die Ausflüge und Aktivitäten super waren.

Ciao Ciao Miau ...